Tronxy X5SA 24v: Der erste Druck

Es wird Zeit mit dem Drucker auch mal etwas zu Drucken. Auf der beigelegten SD-Card finden sich ein paar Beispiele.

Um mich nicht gleich mit Problemen konfrontiert zu sehen, die ich durch falsche Konfiguration ausgelöst habe, nehme ich also eine fertige Druckdatei von der beigelegten Micro-SD-Karte. Die drei gcode-Dateien lassen sich in Simplify3D problemlos zur Ansicht öffnen.

Das soll wohl eine Sparbüchse sein. (Doraemon-330.gcode)

Auf eine Katze im Stil des Kubismus hatte ich dann auch keine Lust. (Square kitten-330.gcode)

Die zwei gefielen mir. (owl-330.gcode)

Mit dem mitgelieferten Filament, was wohl PLA sein dürfte habe ich dann den Druck gestartet.

Die Dateiauswahl ist über den Touchscreen gut machbar. Übrigens ist der Touchscreen mit einem Assistenten ausgerüstet, der die Position von Bild und Druckpunkt einstellen lässt. Sehr gut!

Mir gefällt gut, dass ein Bild des zu druckenden Gegenstands eingeblendet wird. Da ja alles schon im gcode-File festgelegt war, gab es nichts mehr einzustellen. Filament über den Assistenten laden und los geht’s.

Apropos Filament: Ich war so vermessen und habe das Filament einfach ohne Spule über die Halterung gelegt.

Das führte dann natürlich unweigerlich zum Knoten. Bevor es zu schlimm wurde, habe ich die paar Meter auf eine Spule aufgelegt.

Im Menü kann man sich die einzelnen Druckparameter anzeigen lassen.

Blöd ist nur, dass das Anfangs erwähnte Bild dann nicht mehr auftaucht, sondern nur noch ein Platzhalter gezeigt wird.

Der Drucker arbeitet meiner Meinung nach sehr ruhig. Nun gut: Schlafen kann man dabei sicher nicht.

Man sieht ganz gut, dass die Abstandseinstellung gut funktioniert.

Der Entwickler hatte die beiden Eulen wohl für den wirklich harten Einsatz entworfen. Die Füllung war enorm hoch.

 

Ein kurzes Video vom Betrieb.

Der Drucker hat einen Schutzmechanismus für den Fall, dass das Filament zu Ende geht. Wenn das geschieht bleibt er mit einer Fehlermeldung stehen. Dann kann neues Filament geladen werden und es geht weiter. Das Ganze findet seine Grenze da, wo nicht das Filament ausgeht, sondern der Extruder das Filament nicht richtig vorwärtsschiebt, weil sich eventuell das Antriebsrad in das Filament hereingefressen hat. Das ist mir schon passiert. Leider läuft der Drucker dann ohne echten Druck weiter und man hat kaum die Möglichkeit wieder den richtigen Ansatz zu finden.

Wie das aber prinzipiell funktioniert mit der Filamentwarnung sieht man im folgenden Video.

Ich musste gerade feststellen, dass die Videos nicht aufrufbar sind. Ich versuche das schnellstmöglich zu fixen.

3 Gedanken zu „Tronxy X5SA 24v: Der erste Druck“

  1. Ich finde, die sehen für das erste Mal nicht schlecht aus. Wie denkst Du eigentlich darüber, dass man 3DDrucker dafür missbraucht, damit in der EU und Deutschland illegale Waffen (Schusswaffen) hergestellt werden….VG

    1. Hallo Lena,
      keine Frage: Ich distanziere mich deutlich von jeglichen Ideen, 3D-Drucker oder andere Maschinen für menschenfeindliche Zwecke zu nutzen. Ich werde keine Anleitungen oder Daten wissentlich veröffentlichen, die dazu tauglich wären. Ich hoffe, dass meine Leserschaft dies genauso sieht.
      Damit sollte das Thema klargestellt sein und bitte darum diesen Blog nicht als Diskussionsmedium für philosophische Betrachtungen zu nutzen. Dafür gibt es andere Kanäle.

  2. Hallo Herr Sturm

    Ich habe mir ebenfalls den Tronxy X5SA besorgt. Und kann hier meine Erfahrungen gerne teilen.
    Mein Fazit: Fürs Geld ist es ein unglaublich guter und zuverlässiger Drucker, aber definitiv nichts für einen Anfänger!
    Nachdem anscheinend Tronxy eine Charge dieser Drucker bei den Zwischenhändlern zurückgezogen hatte, kam er bei mir verspätet an. Der Zusammenbau ist nichts für jemanden mit 2 linken Händen. Sehr positiv ist, dass die Elektronik nur noch wenige und sehr einfache Handgriffe benötigt. Sehr grosszügig wird genug Werkzeug und auch Reserve-Schrauben mitgeliefert. Der Rahmen ist sehr stabil(!), der Drucker funktionierte auf Anhieb. Ich wollte gleich zu Beginn das MK10 all-Metall Micro-Swiss hotend einbauen. Dummerweise ist das MK10 von Tronxy ein Ettikettenschwindel, welcher identisch im Ender 3 verbaut ist: Die Masse des Hotends entsprechen komplett einem MK8-er, einzig die Heat-Break hat keinen PTFE-Inliner, sondern der Bowden wird bis an die Nozzle durchgestossen. Dementsprechend, ist die von Tronxy versprochene max. Drucktemperatur von 275 Grad Quatsch, da PTFE ab 240 aufweicht.
    Die Elektronik funktioniert gut und zuverlässig (mehrere Drucke bei>10Stunden). Ab und zu ist die Navigation am Display zu einfach gehalten, so hätte ich gerne beim justieren der Z-Achse oder beim manuellen Steuern der Druckkopfs auch gerne mal die effektiven Achs-Koordinaten gesehen. Die Druckfolie ist eher Problematisch; wenn die Druckeinstellungen nicht genau stimmen, ist viel zu viel oder zu wenig Haftung vorhanden. andere Druckoberflächen tolerieren da mehr Freiheiten bei den Einstellungen.

    Was ich bisher gemacht habe: 24 Volt-LED-Stripe gekauft und direkt an Netzteil des Druckers angeschlossen, Umbau auf All-Metal-Hotend, aktuell an der 1. Ersatzfolien für die Druckoberfläche, auch musste ich auch schon einen Bowden-Anschluss ersetzen, daneben habe ich gleich zusätzliche Rollen gekauft, da Verschleissspuren sichtbar sind.

    Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden. Im Gegensatz zu meinem Reprap Mendel, hält sich das Gebastele beim Tronxy in Grenzen 🙂

    Vielleicht konnte ich so, dem ein oder anderen etwas bei der Kaufentscheidung helfen.

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