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Pelletizer … und es geht doch noch billiger

Was tun mit den Resten von Filament? Wäre doch schick, wenn man sie nochmal aufschmelzen könnte und wieder benutzen könnte. Geht !

Nun gibt es schon diverse Ansätze für Pelletizer, also Vorrichtungen, die Filament wieder in Pellets zerhäckseln. Alle mehr oder weniger kompliziert, aber interessant. Schon die Namensgebung einiger Projekte, wie zum Beispiel „poor mans pelletizer“, zeigen an, dass man natürlich eine günstige Lösung sucht. Ich glaube ich kann den Namen „beggars pelletizer“ beanspruchen. Also los.

In 15mm Forstner-Bohrer passt hinreichend gut in ein 1/2″ Wasserrohr. Wie wir vom Extruder wissen, passt ja sogar ein 16mm-Bohrer problemlos rein. Ein bisschen Sägen hier und Schrauben dort und mit einer „normalen“ Hobbywerkstattausstattung ist der Pelletizer fertig.
Forstnerbohrer Forstnerbohrer mit 1/2Zoll-Rohr
Durch das kleine Loch vorne wird das zu pelletierende Filament zugeführt.
Testaufbau Pelletizer
Das Ganze ist in einem stabilen Bohrständer aufgebaut.
Beggars Pelletizer
Und so sieht der fertige Aufbau aus. Natürlich sollte alles sehr gut fixiert sein. Das Rohr ist mit zwei Schrauben am Klotz befestigt. Der „Rohraufbau“ ist auf einer Platte fixiert, die wiederum auf dem Bohrständer fixiert ist. Die Bohrmaschine mit dem Forstnerbohrer ist im oberen Teil des Bohrständers fixiert. Durch den Anschlag des Bohrständers wird eine selbstständige Abwärtsbewegung verhindert. Eintauchtiefe des Bohrers muss durch Test ermittelt werden. Bitte an die Beseitigung der Schweißnähte auf der Rohrinnenseite denken!

Man sollte die Maschine zunächst mal langsam laufen lassen und beobachten, dass alles wie gedacht funktioniert. Die Pellets sind in einer annehmbaren Größe. Die Geschwindigkeit sollte auf jeden Fall niedrig bleiben, da ja nicht schon in diesem Aufbau aufgeschmolzen werden soll.

Außerdem: Höchste Vorsicht! Der Aufbau ist so primitiv, dass er einem im schlimmsten Fall um die Ohren fliegen kann. Es ist halt eher ein gedanklicher Ansatz für weitere Konstruktionen. Aber – es geht definitiv.

Alle Teile aus der Restekiste.
Aufbauzeit knappe 2 Stunden.