Der Drucker – X/Y-Ebene, Teil 1

Nach diversen Umbauten und Basteleien an meinem Mendelmax habe ich mich irgendwann mal entschieden etwas Eigenes zu konstruieren und zu bauen. Wie ich schon in der Ankündigung geschrieben habe, werde ich bei dem Projekt von der Firma igus und im Speziellen von Herrn Mühlens mit diversen hochwertigen Teilen unterstützt. Auch hier nochmal der Hinweis darauf, dass das Ziel nicht in der Erstellung eines Druckers mit möglichst wenig Resourceneinsatz liegt. Es werden aber auch nicht sinnlos Teile oder Geld verschwendet. Es soll hochwertig und sinnvoll gearbeitet werden. Sollten in meiner Beschreibung Details unklar bleiben, so bitte ich um entsprechende Hinweise. Der Nachbau ist ausdrücklich erwünscht.

Auf geht’s …

Zunächst soll mal die X/Y-Ebene konstruiert werden. Als Führungen kommen hier DryLinW Einzel-Führungsschienen Baugröße 10 in der Länge 500mm zum Einsatz. Diese Schienen sind auf Wunsch schon bei Lieferung mit Löchern zur Befestigung versehen:

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Die Strukturteile, die sowohl den Rahmen als auch die Hilfskonstruktion der X/Y-Ebene bilden habe ich bei SMT gekauft. Insgesamt wurden 20 Profile 30x30leicht in 600mm geordert und geliefert. Dazu wurden 200 Nutensteine 6 mit Steg und M6-Gewinde gekauft:

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Die Druckfläche soll später 30cm x 30cm betragen.

Zunächst wird jeweils eine Führungsschiene auf ein Profil mittels Nutenstein, 6×12-Sechskantschraube, Unterlegscheibe und Schraubensicherung befestigt. ich habe das während der Konstruktionsphase nur an den beiden äußeren Befestigungspunkten getan. 20150621_180846

Im Bild sind schon zwei Lagergehäuse auf die Schiene geschoben worden.

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Es handelt sich hierbei um einstellbare Lager iglidur J DryLin W. Die Einstellschraube ist im zweiten Bild seitlich zu sehen. Hiermit kann die Gleitfläche des Lagers den Anforderungen angepasst werden.

Um die beiden Lager zu einer Einheit zu verbinden und eine Basis für den weiteren Aufbau zu schaffen, habe ich ein Aluwinkelprofil benutzt. Diese Profile gibt es in diversen Größen in den Baumärkten. Hier habe ich ein Winkelprofil in 50×30 in Materialstärke 5mm genommen.

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Der abgebildete Winkel ist 130mm lang. Die Bohrungen in der Oberseite sind natürlich an die Lagergehäuse angepasst. Vom Rand zum ersten Loch 8mm und dann nochmal 16mm zum zweiten Loch. Die Gewinde in den Lagergehäusen sind M6. Somit empfiehlt es sich hier Löcher in 6,5mm zu bohren. Entgraten sollte bei solchen Arbeiten selbstverständlich sein, sonst hat es sich unter Umständen mit den schönen Lagerflächen schnell erledigt. Nur die äußeren Verschraubungen werden zunächst benutzt. Mit den inneren habe ich noch etwas vor. Die beiden frontalen Löcher sind dazu da, an die Lagereinstellschrauben heranzukommen. Hier die Abmessungen eines igus-Lagergehäuses aus den Informationen der Unternehmensseite im Netz.

Lagergehäuse Zeichnung

Lagergehäuse Werte

Von dieser Konstruktion benötige ich natürlich zwei Seiten. Damit sind schon mal die Führungen der Y-Achse aufgebaut. Die X-Achse wird jetzt wiederum mit den Linear-Führungsschienen erstellt. In etwa so soll das dann aussehen:

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Jetzt dürfte auch klar sein, wofür ich die innenren Schraubpunkte nutzen will. Im folgenden Bild habe ich die Schrauben so aufgelegt, wie ich sie später setzen will. Für die linke Position fehlt nur die Bohrung in der Schiene. Die rechte Position muss komplett gebohrt werden in Schiene und Aluwinkel.

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… und wenn es dann genauso gebaut wurde komme ich auf das gleiche Maß für das X-Carriage mit dem Hotend wie beim Mendelmax. Es sind 50mm Stangenabstand. Somit können die üblichen Extruder- oder Hotendhalter wieder verwendet werden.

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