Tronxy X5SA 24v: Leveln des Hotendabstands

Der Tronxy X5SA 24V verfügt über einen Assistenten zur sicheren Einstellung des Abstands zwischen Hotenddüse und Druckbett. Der verbaute Abstandssensor spielt dabei eine wichtige Rolle. Allein damit ist es aber nicht getan.

 

Nachdem der Drucker aufgebaut wurde, ist davon auszugehen, dass das Druckbett noch nicht vollkommen horizontal in Bezug auf die Bewegungen des Hotends ausgerichtet ist.

Ein erster Schritt besteht darin im ausgeschalteten Zustand des Druckbett mit den Spindeln links und rechts möglichst weit nach oben zu schrauben. Mit einem Lineal oder einer Schieblehre sollte jetzt der Abstand zwischen Geräterahmen und  Druckbettrahmen links und rechts angeglichen werden. Der Messpunkt sollte dabei direkt an der Spindel gewählt werden. Damit hat der Rahmen des Druckbetts schon mal links und rechts die gleiche Höhe. Ich führe alle Messungen mit aufgelegter Druckplatte/-matte durch. Auch die abnehmbare Druckplatte könnte Höhenschwankungen haben.

Als nächstes kümmert man sich um das Druckbett selbst. Mit insgesamt 6 justierbaren Abstandshaltern ist das nicht ganz so einfach. Es ist ganz hilfreich, wenn man zunächst die mittleren Stellschrauben komplett löst, so dass dort Freigang vorhanden ist. Mit den restlichen 4 Stellschrauben stellt man das Druckbett jetzt auf eine mittlere Höhe, also man nimmt den mittleren Punkt zwischen maximaler und minimaler Einstellhöhe. Das sollte man ringsherum mit der Schieblehre messen.

Die zwei zunächst geöffneten Schrauben werden jetzt angepasst. Die Federn sind recht stark. Schaut man auf das Druckbett, sieht man wie sich das Druckbett unter der Federkraft sogar leicht verbiegt.

Die erste Feinjustage erfolgt dann wieder mit einer Schieblehre.

Der Einfachheit halber misst man hier den Abstand zwischen der Oberkante der Hotendführung und dem Druckbett. Das Führungsprofil lässt sich im ausgeschalteten Zustand problemlos vor und zurückschieben und das Hotend selbst lässt sich auch leicht verschieben. Somit hat man immer freie Bahn zu messen. Dieser Vorgang sollte Messunterschiede unterhalb eines Zehntelmilimeters gemessen an jedem beliebigen Punkt erbringen. Je genauer, je besser. Der elektronische Ausgleich über den Levelassistenten sollte nur das letzte Quäntchen bringen.

Wenn das erledigt ist, kann der Drucker gestartet werden und man kann den Levelassistenten aufrufen.

Hier wird auch gleich angezeigt, dass die ermittelten Höhendifferenzen einen Wert von 0,8mm nicht überschreiten sollen. Die Differenz zwischen dem kleinsten Wert und dem größten Wert sollte also darunter bleiben. Im Beispiel oben wäre das -0,08 zu 0,1. Damit ist eine höchste Abweichung von 0,18 erreicht. Es gibt Stimmen von diversen Testern dieses Gerätes, die statt 6 Justierschrauben nur 3 haben wollen. Der reinen Lehre nach mag das schon richtig sein, denn ein dreibeiniger Hocker kann nicht wackeln. Leider ist das Druckbett aber so groß und das Material so weich, dass auch bei 6 Justierschrauben immer noch eine Durchbiegung bleibt, was man schön am obigen Bild sehen kann. Ich hätte nichts gegen noch mehr Justierschrauben, – oder ein verwindungssteifes Druckbett.

Zuletzt kann man noch das Z-Level generell einstellen. Bisher wurde ja nur ein gleichmäßiger Abstand der Düse zum Druckbett sichergestellt. Der absolute Abstand lässt sich über den Wert des Z-Levels festlegen. Der kleine blaue Kasten links vom Hotend misst über ein magnetisches Feld den Abstand.

5 Gedanken zu „Tronxy X5SA 24v: Leveln des Hotendabstands“

  1. Hallo
    Ist es möglich die Alu Platte mit einer Glas Platte zu ersetzen ?
    Denn ich denke das es nicht geht wegen des Auto Level und wegen Z 0.

    1. Hallo Werner,
      das siehst Du schon richtig. Leider ist eine Glasplatte für den ab Werk verbauten blauen Magnetfeldsensor zu dick. Ich habe das zwar nicht selbst ausprobiert, aber an diversen Stellen gelesen.
      Sicherlich hast Du schon gesehen, dass ich gerade mit der Umrüstung auf ein SKR-Board beschäftigt bin. Da lässt sich dann ein 3D-Touch (BL-Touch) installieren und dann geht natürlich auch eine beliebig dicke Platte.
      Übrigens wird es zum Thema Glasplatte in absehbarer Zeit auch einen Beitrag geben. Da gibt es nämlich ganz was Feines …

    1. ich würde nicht unbedingt darauf spekulieren, dass die Motoren Schrott wären. Die Probleme können aber viele Ursachen haben. Beispielsweise könntest Du minimale Verluste in den Motorimpulsen haben. Dann wäre der Fehler aber immer in der gleichen Richtung. Wichtig beim Nivellieren ist auch, dass die Temperatur des Druckbettes stabil ist. Wenn die Temperaturen bei den einzelnen Messungen nicht gleich sind, kann auch das Ergebnis nicht gleich sein. Jedes Druckbett dehnt und wölbt sich unter Temperatureinfluss. Sind die Einstellvorrichtungen so gestaltet, dass sie sich nicht von allein lösen können? Mach mal eine Markierung um die Position zu merken. Bei einigen Druckern wird bemerkt, dass sich die beiden Z-Antriebe unter der Last des Druckbettes von allein verstellen. Teste das mal alles.

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