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Filamentextruder – Meine Filamentproduktionsanlage

Filament zu produzieren ist gar nicht so einfach, vor allem, wenn die Maße stimmen sollen. Die beiden Standarddurchmesser von 1,75mm und 3mm stelle ich mittlerweile recht genau her. Dafür waren viele Versuche mit den verschiedenen beteiligten Faktoren notwendig. Eins der Setups möchte ich hier einmal zeigen:

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bq Witbox – Teil 6: Im Vergleich …

Weil ich sowohl einen Mendelmax mit ABS betreibe als auch aktuell die Witbox benutzen kann, lag ein Vergleich des Druckbildes nah. Nach ein wenig Überlegung, was denn wohl zum Vergleich geeignet sei, fielen mir die X-Ends des Mendelmax ein. Da hatte ich auch kurz zuvor einen Satz auf meinem Mendelmax fertiggestellt. Die Teile sind einigermaßen komplex und erfordern auf jeden Fall Stützmaterial. Vorab ein Hinweis auf das Ergebnis: Ich bin sehr positiv überrascht.

Zunächst jedoch ein weniger erfreuliches Ergebnis:
Ich hatte im Netz eine recht interessante Vase in Form einer Rose gefunden. Die wollte ich mal auf die schnelle Ausdrucken. Mit Slic3r und den vorgegebenen Profilen habe ich das gcode-File erzeugt. Dann wurde gedruckt ….

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bq Witbox – Teil 1: Auspacken

Das spanische Unternehmen bq hat mir freundlicherweise für ein paar Wochen ihren 3D-Drucker Witbox kostenlos zukommen lassen. Der Kontakt kam letztendlich durch meinen Blog zustande.

Wenn man die Internetsite von bq besucht und sich die dort dargestellte Unternehmensphilosophie ansieht, kann man sich da durchaus wiederfinden. Die dort vertretenen Haltungen machen das Unternehmen ein Stück weit sympathisch. Ich will hier aber nicht zuviel über das Unternehmen bq schreiben, sondern über eines ihrer Produkte für den 3D-Markt.

Die Witbox wird in Gelb, Schwarz und Weiß für 1699€ angeboten. Versandkosten fallen hierbei nicht an, da der Wert über 99€ liegt. Nur der Expressversand schlägt mit 0,99€ zu Buche. Soweit, so fair …

Heute war es soweit. DHL hat das gut 30kg schwere Paket gebracht. Der Postbote konnte es aber noch allein vom Auto ins Haus tragen und hat sich auch nicht beschwert. Und da steht sie nun die große Kiste. bq Witbox – Teil 1: Auspacken weiterlesen

Der Extruder ist defekt

Mein Extruder lief die letzten Tage ohne Pause durch. Etwa 3,5kg sind wohl am Stück produziert worden. Dann musste ich feststellen, dass das Filament nicht mehr cremeweiß herauskam sondern immer mehr grau wurde.

Nachdem ich den Extruder zerlegt hatte, war das Problem schnell gefunden. Das obere Axialzylinderrollenlager war vollkommen trockengelaufen und verrostet. Beim Zerlegen fielen schon die ganzen kleinen Zylindernadeln heraus, weil der Käfig zerbrochen war. Die ganzen Rostbestandteile sind dann irgendwie durch den Extruder gewandert. Kein Wunder, denn um die Schadenstelle heraum war alles voll mit Abrieb.

Jetzt musste ich zunächst mal ermitteln, was das für ein Lager war. Durch Messen und Recherchieren habe ich es dann gefunden. INA TC815. Die Besonderheit ist, dass der Innendurchmesser genau auf den Holzbohrerschaft passt. 1/2-Zoll ist aber in Deutschland höchstens noch bei Wasserrohren ein Begriff. So konnte mir mein örtlicher Wälzlagershop auch nicht wirklich weiterhelfen. Ein Lager wäre zum „Schnäppchenpreis“ von 27€ über die Theke gegangen. Dafür musste es aber zunächst mal bestellt werden, denn vorrätig ist es nicht. Und noch einen kleinen Hinweis gab er mir mit auf den Weg als ich ihm sagte, ich hätte doch das alte Lager gut geschmiert, – mit WD-40. „Niemals mit WD-40 schmieren, wenn es um Lager geht“ war seine Aussage. WD-40 wäre dafür so ziemlich das Schlimmste, was man nehmen könnte. Er empfahl mir ein paar andere Öle/Fette. Da muss ich nochmal ein bisschen recherchieren.

In Anbetracht des hohen Preises habe ich dann Alternativen gesucht, selbstverständlich auch im Internet:

  • ebay in Deutschland und England waren nicht hilfreich. Wenn überhaupt lieferbar nur zu enormen Preisen. Amazon ebenfalls Fehlanzeige.
  • google brachte nur Ergebnisse aus USA. Na das wusste ich ja schon, denn der Extruder kommt ja von dort.
  • ebay USA war ähnlich aufgestellt wie die beiden europäischen Pendants.
  • Andere Lager nehmen geht auch nicht …

Die nächsten Lagertypen sind 12mm und dann 15mm. Der Schaft hat leider ziemlich genau 12,7mm – eben ein halbes Zoll. Also scheiden beide Lösungen aus. Der Konstrukteur des Filastruders meinte zwar, dass die 15mm kein Problem wären, das Lager sich selbst zentrieren würde und er seinen Extruder ebenfalls mit einem zu großen Lager bestückt hätte, aber darauf wollte ich mich nicht einlassen. Schließlich müssen Lagerkranz und beide Lagerscheiben sauber aufeinanderabrollen. Der das aber 3 einzelne Teile sind, habe ich meine Zweifel an der sauberen Funktion.

Ich habe dann noch auf aliexpress nachgeschaut. Das ist der große asiatische Konkurrent von ebay. Und siehe da, dort war ein akzeptabler Anbieter zu finden. Der hat das baugleiche NTA815.

Gelesen, bestellt und jetzt heißt es warten. Ich hab gleich 10 Sätze bestellt, also Lagerkränze und je zwei Scheiben. Wer in die gleiche Misere kommt wie ich, kann sich bei mir melden. Ich schreibe hier mit voller Absicht nicht den Preis hin, den ich jetzt zahle. Nur soviel: Für die 27€ nur für einen Lagerkranz bekomme ich jetzt gleich mehrere Sätze.

Ja und deshalb kann ich auch bis mindestens Mitte Januar kein Filament erzeugen und damit auch nicht verkaufen.

Projekt: Drahtführung für Wickelautomat (Teil 10)

Ich habe das Projekt im amerikanischen Forum „Soliforum“ vorgestellt. Der entsprechende Thread ist hier zu finden. Ich kann das Forum jedem empfehlen, der sich mit dem Thema 3d-Druck und Filamentherstellung auseinandersetzen will. Das Forum ist allerdings englischsprachig.

Dort wurde schon die Frage gestellt, ob ich die STL-Dateien für die Teile meiner Drahtführung veröffentlichen werde. Ja, das werde ich tun. Leider habe ich aber beim Entwurf ein paar gravierende Fehler gemacht, die zu massiver Nacharbeit nach dem Druck führen. So kann ich das niemandem anbieten. Ich werde die Teile überarbeiten und dann hier veröffentlichen. Gebt mir ein paar Tage.

Für die Problematik der zu lockeren Wicklung hat mir der Entwickler des Filawinders einen Tip gegeben. Wahrscheinlich werde ich direkt in der Drahtführung ein weiteres PTFE-Röhrchen integrieren, dessen Querschnitt über eine Schraube verengt werden kann.  Das sollte funktionieren. Aktuell kann ich nichts umbauen, da der Extruder und der Winder rund um die Uhr laufen. Ich glaube fast, dass bald ein zweites Set nötig wird. Die Produktion ist leider ziemlich langsam. Etwa 8cm vom 3mm Draht werden pro Minute ausgeworfen. Bis da 2Kg zusammen sind, dauert es ein paar Tage.

Projekt: Drahtführung für Wickelautomat (Teil 9)

Zum vorläufigen Ende dieses Projektes will ich noch ein paar Bilder der fertigen „Maschine“ zeigen.

Drahtführung Zwischenplatine am Flawinder

Die Zwischenplatine habe ich genau gegenüber der Filawinderplatine montiert. Dafür muss natürlich die vorhandene Befestigung geändert werden.

Drahtführung Zwischenplatine verkabelt

Nahaufnahme der Verdrahtung. Ich empfehle sowohl die Leitungen als auch die Platine zu beschriften. Verwechslungen werden hier kaum verziehen.

Drahtführung seitlich

Filawinder mit Drahführung komplett von oben

gewickeltes Filament um 7Uhr

So sah die Wicklung morgens um 7Uhr aus. Gegen 22Uhr am Abend hatte ich angefangen.

gewickeltes Filament um 20Uhr

So sieht es am gleichen Tag um 20Uhr aus. Die Verteilung ist schon recht gleichmäßig, aber die Wicklung ist noch nicht straff genug. Der PTFE-Kanal hat für diesen Aufbau anscheinen nicht genug Reibung. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen.

Filawinder mit Drahführung komplett aus Zuführungsrichtung

Buntes Filament – Vorerst Ende

Ich werde den Versuch jetzt abbrechen. Auch das Reduzieren des Mischungsverhältnisses hat nichts gebracht.  Im Forum wusste leider keiner eine Möglichkeit und der Hersteller des Masterbatches riet mir nur zur höheren Temperatur.

Schade, denn Masterbatch ist eigentlich recht billig. Die Standardfarben kosten gerade mal 10€ per Kilo. Bei einem Mischungsverhältnis von 2%  wäre die bunte Welt so billig gewesen …

Nochmal rekapituliert:

  • 3% Masterbatch direkt in kristalliener Form zugemischt.
  • 3% Masterbatch fein gemahlen zugemischt.
  • Anteil Masterbatch dadurch reduziert, dass nur noch das an die Pellets anhaftende Material übrig ist. Freies Pulver nicht zugeführt.
  • Temperatur in weiten Bereichen getestet -> 176°C – 225°C.

Da das alles nichts gebracht hat und der Extruder wie verstopft arbeitete, habe ich mich entschlossen, vorerst wieder Terluran GP35 ohne Masterbatch zu extrudieren.

Nachdem der größte Teil des Farbstoffes jetzt raus ist, läuft der Extruder wieder fast normal mit Tendenz zur Besserung.