Gravieren mit der CNC-Minifräse – Nach CAD kommt CAM

Wie der Titel schon aussagt, ist der CAD-Teil für den Schriftzug schon erledigt. Ich mache von hier aus mit dem Vektor-Text weiter. Mein anfängliches Problem bei der Sache war, dass ich immer geglaubt habe, dass schon im CAD-Teil die eingefräste Nut, also die eigentliche Gravur, schon konstruiert werden müsste. Dem ist aber nicht so! Diese Arbeit wird komplett in den CAM-Arbeitsbereich verlegt.

Der erste Schritt besteht darin, ein so genanntes Setup zu erstellen. In diesem Fall besteht das daraus, dass ich die Dimensionen der Grundplatte eingebe und außerdem den Koordinatenursprung auf die linke vordere Ecke auf der Oberseite lege. Da liegt dann auch später der Nullpunkt der Fräse.

Der nächste Schritt erzeugt die Gravur. Zunächst wird das Werkzeug ausgewählt. Ich verwende einen Schneidstichel mit 1mm Spitze und 30° Spitzenwinkel, übrigens den Gleichen, wie zum Platinenfräsen. Dieser Fräser ist in dieser Form in der Werkzeugdatenbank nicht enthalten. Er muss erst angelegt werden. Wie das geht, wird in unzähligen Youtube-Videos erklärt.

Es ist sehr wichtig sich über die verschiedenen Höhen des Werkzeuges Gedanken zu machen. Üblicherweise wird ja das Werkstück irgendwie auf der Arbeitsfläche festgesetzt. Läuft jetzt das Programm der Maschine los, fährt unter Umständen der Fräser gleich in eine Fixierung hinein, was sehr schnell in der Zerstörung des Fräsers endet, wenn nicht Schlimmeres.

Die -0,2mm sind die Eintauchtiefe des Gravierstichels ins Material, letztlich das, was die Gravur ausmacht.

Das jetzt erzeugte „Programm“ soll ja auf die Maschine geladen werden. Dafür müssen aber die Anweisungen zunächst mal erzeugt werden. Fusion 360 spricht diverse „Maschinensprachen“. Bei mir ist es GRBL, wie man in zurückliegenden Beiträgen nachlesen kann.

Die erzeugten Maschinendaten können jetzt zum Beispiel von GRBLController gelesen und verarbeitet werden. Das zeige ich im nächsten Beitrag.

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