Modifikation meiner Metall-Kapp- und Gehrungssäge, Teil 2

Eine neue Anlegeleiste, die auch ein vernünftiges Fixieren von Werkstücken erlaubt, hat meine Kapp- und Gehrungssäge bekommen. Aber damit allein wollte ich mich nicht zufrieden geben. Es gab nämlich noch einen weiteren Nachteil an der alten Einrichtung: Kein einstellbarer Anschlag. Der wird jetzt nachgerüstet.

 

 

Zunächst mal habe ich zwei Lineale gebraucht. Beide haben in der Mitte der Maschine ihren Nullpunkt und laufen dann nach außen. Da meine Anlegeleiste 60cm lang ist, bedeutet das also zweimal knapp 30cm. Die Lineale habe ich in Inkscape entworfen und dann mit meinem K40-Laser auf 30mm breite Aluminiumstreifen (2mm dick) übertragen. Dabei kommen zwei Verfahren zum Einsatz. Die Millimetereinteilungen, also die ganzen Linien, werden per Vektorgravur in zwei Durchgängen mit 60% Leistung (40 Watt Laser) bei 40mm/s graviert. Die Zahlen werden per Rastergravur 60% Leistung bei 200mm/s in einem Durchgang geschrieben. Um sicher zu sein, dass der Maßstab auch passt, habe ich zurerst auf einem Abfallstück Sperrholz einen Probedurchlauf gemacht. Auf die 30cm hatte ich bei dem Test knapp 0,5mm verloren. Mir war das genau genug.

Die Lineale werden mit Nutensteinen an der hinteren Leiste von oben angebracht. Ich hatte schon im ersten Teil die vordere Anlegeleiste durchtrennt. Die Schnittbreite des Sägeblattes ist also klar erkennbar. Damit lassen sich jetzt die Positionen der beiden Lineale genau einstellen. Einfach vorne ein anderes Lineal genau am Schnitt anlegen und damit dann das Maschinenlineal ausrichten.

Teil 2: Der Anschlag. Die alte Anlegeleiste hatte weder eine Millimetereinteilung noch die Möglichkeit einen Anschlag zu montieren. Das habe ich aber sehr vermisst, vor allem dann, wenn mehrere Schnitte mit gleicher Länge notwendig waren.

Den Anschlag und den Fixierknauf habe ich in Fusion 360 entworfen. Beim Anschlag war wichtig, dass er immer gerade bleibt. Deshalb wurde eine Führung konstruiert, die in der vorderen Nut läuft.

Der Knauf klemmt den Anschlagblock mittels eines Nutensteins auf dem vorderen Profil fest.

Für das Lineal wurde eine Aussparung vorgesehen. Der Block soll nicht das Lineal klemmen, da ich sonst ein Verschieben des Lineals befürchte. Ebenso klemmt der Block auch nicht auf der Arbeitsplatte, da auch hier ein kleiner Spalt berücksichtigt wurde.

Bei der Länge des Anschlagblocks wurde außerdem berücksichtigt, dass er problemlos vor den Schrauben der Linealbefestigung komplett von links nach rechts durchgeschoben werden kann.

Der Anschlagblock hat durchgehend die gleiche Breite. Das hat den Vorteil, dass man direkt auf dem Lineal ablesen kann, welche Länge eingestellt wird. Liegt das zu nutzende Werkstück rechts vom Schnitt, gilt die linke Seite des Anschlags. Liegt das Werkstück links vom Schnitt, ist es die rechte Seite des Anschlags. Mit Rücksicht auf diesen Umstand wurde auch die Gravur auf den Linealen ausgelegt. Auf dem rechten Lineal liegen die Zahlen links vom Strich. Links liegen sie rechts vom jeweiligen Strich.

Ich habe mit dem Umbau alle Probleme beseitigt, die mir aufgefallen waren und bin voll zufrieden damit.

Falls jemand den gleichen Umbau angehen will, unterstütze ich gern. Sowohl die Dateien der Konstruktionen als auch die fertigen Teile biete ich auf Anfrage an. Der Preis richtet sich nach den Anforderungen.

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