bq Ciclop 3D-Scanner: Teil 1 – erster Eindruck

Neben der Witbox von bq steht jetzt bei mir auch ein bq Ciclop zu Testzwecken zur Verfügung. Während der Test der Witbox für mich Vergleichsmöglichkeiten bot, weil ich über eine sehr gut funktionierende Lösung verfüge und etwas Erfahrung damit habe, ist das beim Ciclop etwas anderes.

Ich hatte in der Vergangenheit schon den einen oder anderen Versuch unternommen um mit einfachen Mitteln einen 3D-Scan durchzuführen. Dazu gehört zum einen die Nutzung der Möglichkeiten der Kinect. Sofern nicht bekannt: Dieser Sensor wurde ursprünglich für die Spielkonsolen von Microsoft konzipiert und ermöglicht eine räumliche Erfassung von Objekten und deren Bewegung. Gute Vorraussetzung also um einen 3D-Scan durchzuführen. Die Kinect wird einmal als Zubehör zur Spielkonsole geliefert und in einer neueren Version als Windows-Zubehör. Neben Unterschieden beim Anschluss gibt es wohl noch Unterschiede bei den Erfassungsmöglichkeiten, die bei der PC-Version ausgefeilter sein sollen. Meine Versuche unter Nutzung freier Software stellten mich nicht zufrieden. Zu langsam, zu ungenau, zu …. .

Eine weitere Alternative stellt die Verabeitung von Fotos dar. Ringsherum um das Objekt werden Fotos bei möglichst gleichbleibender Qualität und Belichtung gemacht. Diese Fotos werden per Web hochgeladen und dann zum Beispiel von Autodesk 123catch bearbeitet. Ein relativ gutes Punktenetz wird zurückgeliefert. Das funktioniert schon erstaunlich gut.

Natürlich sind am Markt auch diverse professionelle Lösungen präsent, die aber üblicherweise den Geldbeutel des Hobbyanwenders sprengen. Da das Gerät wohl auch nicht im ständigen Gebrauch ist, muss man sich überlegen, wo die Schmerzgrenze liegt.

bq bietet nun mit seinem recht offenen Konzept des Ciclop einen preislich akzeptablen Zugang zu dieser faszinierenden Technik. Besonders hervorzuheben ist eben dieses offene Konzept: Die Software ist frei, die Hardware weitestgehend einfach gestaltet und einzeln beschaffbar. bq hatzwei Lieferumfänge vorrätig für Nutzer, die nicht unbedingt Zeit und Lust haben, alle Komponenten am Markt zu suchen. Es gibt einen kompletten Bausatz für 249,90€ und einen Elektronik-Teilesatz für 159,90€. Es gibt kein Fertiggerät zu kaufen, aber der Spaß fängt ja bekanntlich beim Bauen an. Gemäß den absolut fairen Versandbedingungen ist in Deutschland der normale Versand kostenlos und der Expressversand für 0,99€ zu haben. Alle Preise galten zum Erstellzeitpunkt dieses Artikels (22.11.2015) und sind natürlich von mir nur als Information zu verstehen, – also ohne Gewähr.

Da ich ein fertiges Testgerät in einem speziellen Versandkoffer bekommen habe, werde ich hier weder den Aufbau des Gerätes behandeln, noch auf die Verpackung eingehen.

Das fertige Gerät sieht so aus:

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Die Gesamtlänge beträgt etwa 44cm, die Höhe 23cm und die Breite 35cm. Die Plattform hat einen Durchmesser von 20cm. Es sind drei Anschlüsse vorhanden: USB für die Kamera, USB für die Steuerung und ein Versorgungsanschluss für die Elektronik mit Steckernetzteil.

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Die Anschlusskabel verschwinden alle im Körper des Ciclop und sind dort entsprechend verbunden.

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… und hier sieht man auch schon das einzige mir bekannte Teil, dass nicht zu den Standardteilen gehört. Diese Huckpack-Platinen (ein sogenanntes Shield) kennt man ja schon aus der Welt der Arduinos. Ein kompatibler Baustein befindet sich auch hier unter der sichbaren Platine. Das sichtbare Board sorgt dafür, dass sich der Stepper dreht und die Linienlaser eingeschaltet werden. Für eventuelle Erweiterungen ist noch ein Steckplatz für einen weiteren Steppermotortreiber frei und zwei weitere Laser können auch noch angeschlossen werden. Haben Sie eine Idee dazu: Die Community wartet gespannt darauf. Mit Deckel sieht die Rückseite des Ciclop so aus:

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Der Drehteller ist mit einem massiven imposanten Lager aufgebaut.

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Die leichte Schräglage des Tellers auf dem Bild habe ich erst später gesehen und natürlich korrigiert. Im Fuß sitzt der Schrittmotor um die Plattform zu drehen.

Noch ein paar Bilder von den Armen mit den Linienlasern:

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Soweit die grundsätzliche Beschreibung des Ciclop. Im nächsten Teil geht es um die Software und den Anschluß sowie die Inbetriebnahme.

2 Gedanken zu „bq Ciclop 3D-Scanner: Teil 1 – erster Eindruck“

  1. Hallo zusammen sehr schöner Block von dir einfach Top.
    Nun habe ich aber da eine frage:
    kann ich an meinem Scanner eine LED Beleuchtung anbringen? Wenn ja brauch ich da ein Separates Netzteil oder gibt es da auf der Platine eine stelle wo ich die Kabel anbringen kann (anlöten).
    Wehre super wen mir da einer helfen könnte.

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