bq Witbox – Teil 3: Vorbereitung auf den Druck

Jetzt kommt das, wofür man eigentlich einen 3D-Drucker kauft. Richtig! Drucken.

Um die üblicherweise in eine 3-dimensionalen Gitterstruktur vorliegenden Files im STL-Format drucken zu können, müssen sie zunächst in das Schichtenmodell übertragen, denn der Drucker druckt Schicht für Schicht. Das typische Format ist hier der GCODE.

Die Übersetzung zwischen den Formaten erledigt einer der diversen Übersetzer, die den Namen Slicer tragen. Dass der Name aus dem englischen kommt und zerschneiden bedeutet, brauch ich nicht erwähnen, – oder? Neben dem von mir mittlerweile favorisierten Simplify3D gibt unter anderm noch Slic3r und Cura, die von bq empfohlen werden. Das ich Slic3r noch einigermaßen gut kenne, werde ich hier darauf eingehen. Auf der bq-Support-Seite zum Drucker lassen sich eine Menge Informationen, Konfigurationen und Links herunterladen. Sowohl für Cura als auch für Slic3r wird auf Downloadadressen verwiesen. Für beide gibt es auch Konfigurationsdateien, die die Slicer benötigen um die Fähigkeiten und Einstellungen des Druckers zu erfahren. Darauf basiert dann letztlich die Umwandlung.

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Nach dem Download von Slic3r und den Druckprofilen für Slic3r von der bq-Seite kann es losgehen. Die Druckprofile sind in einem ZIP-Archiv untergebracht, dass erst noch entpackt werden muss.  Darin sind drei Einstelldateien für die unterschiedlichen Druckqualitäten (hoch, mittel, niedrig) enthalten:

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Die spanische Herkunft ist hier nicht zu verleugnen. Aber auch ohne tiefgreifende Spanischkenntnisse dürfte klar sein …

alta – hoch
media – mittel
baja – niedrig

Über „load config“ in Slic3r werden die Profile einzeln geladen und stehen dann zur Verfügung.

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Man sieht sofort, dass sich die Druckfläche von einem Quadrat zu einem Rechteck verändert hat. Die Witbox bedruckt immerhin die Fläche eines DIN A4-Blattes.

Was drucken wir? Mir fallen da spontan die Teile für den 3D-Scanner „Ciclop 3D“ ein. Ein Gerät, dass ebenfalls von bq als Bausatz vertrieben wird. Übrigens wird dieser Scanner zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Blog ebenfalls zum Thema werden. Die Quelldateien findet man wieder über die Supportseiten von bq. Diesmal dann unter dem Begriff Ciclop. Dort wird dann auf thingiverse verlinkt. Insgesamt 10 Teile sind zu drucken. Die Druckfläche ist ja recht groß. Die Teile werden also in Slic3r importiert und auf der Druckfläche verteilt. Ich belasse die Einstellungen auf dem hohen Qualitätsniveau und ändere rein gar nichts an den Einstellungen. Ich benutze übrigens das zum Erstellzeitpunkt diese Beitrags aktuelle Slic3r 1.2.9:

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Oh, die Teile sind ja wirklich recht groß. In einem Rutsch drucken, daraus wird nichts. Die Teile camera-holder und back-cover gehören direkt zusammen und sollen später zusammengefügt werden. Die zwei sollen es sein.

Fast alle Teile sind auf der virtuellen Druckplatte verteilt. Ich habe das so verteilt, wie ich es nach meiner Erfahrung mit meinem Drucker gewohnt bin. Ich achte auf möglichst dichte Packung um den Warpingeffekt gering zu halten.

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Eindrucksvoller in 3D-Visualisierung:

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Nun lasse ich rechnen. Nach einer knappen Minute auf einem i7-Rechner ist das gcode-File fertig. Das kommt jetzt auf die SD-Karte und ich lasse es drucken. Das wird sicherlich dauern. Wenn es fertig ist, kommt hier die Fortsetzung.

Derweil setzte ich mich in meinen Garten und genieße ein schönes Weizen ….

 

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