Winkel für Drucker-Gehäuse

Heute habe ich den Winkel für die Verbindung der Aluminiumprofile zu einem Rahmen entworfen. Das erste Teil habe ich auch schon fertig ausgedruckt und testweise mit zwei Profilen verschraubt.

Winkel FreeCAD 8 Winkel auf dem Drucktisch
Der Winkel in FreeCAD 8 Winkel werden gleichzeitig gedruckt -> gute 9 Stunden wird es dauern.
Winkel Ansicht 1 Winkel Ansicht 2
Der erste fertige Winkel Der erste fertige Winkel

Die Winkel im unteren Teil will ich anders gestalten.
Sobald dann alle Winkel fertig konstruiert sind, werde ich sie in thingiverse einstellen und hier referenzieren. Diese Files werden dann natürlich nicht den Namenszug enthalten.

Ich habe übrigens auch ziemlich lang gesucht, wie man Text in Konstruktionen einbindet. Auch hier gibt es wieder ein hervorragendes Schulungsvideo: SVG Text To FreeCAD Part

FreeCAD

Ein kleiner Abstecher in die Software. Wie ich im letzten Beitrag schon bemerkt habe, benutze ich für die Konstruktion von Teilen FreeCAD. Ich hatte mir im Vorfeld einige kostenlose Konstruktionsprogramme angesehen. Mir hat FreeCAD letztlich am besten gefallen. Das ist aber sicherlich auch Geschmacksache und davon abhängig, welche Anforderungen bestehen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass FreeCAD ziemlich stabil läuft. Darauf verlasse ich mich aber nicht und speichere natürlich nach jedem größeren Konstruktionsschritt. Das ist aber bei anderen Programmen auch zu empfehlen.

Man kann bei FreeCAD mit Primitives (3dimensionale Grundkörper) konstruieren oder über Sketches (Skizzen) arbeiten. Sketches beschleunigen den Arbeitsfluss enorm und ermöglichen Konstruktionen, die über Primitives kaum denkbar erscheinen.FreeCAD

In diesem Zusammenhang möchte ich auf eine sehr gut gemachte Tutorial-Reihe von bram de vries hinweisen. Mir haben diese Schulungsvideos sehr geholfen. Ich hoffe es geht in Ordnung, wenn ich hier den Link der ersten Episode von offenbar 8 poste:FreeCAD Tutorial Part 1 Primitives

Heated Chamber – warme Druckkabine

Die Drucke haften zwar ganz gut auf dem Heatbed aber bei größeren Teilen führt die Abkühlung immer wieder dazu, dass die Layer nicht richtig haften und sich das Teil verzieht. Im Internet gibt es diverse Diskussionen dazu und auch im Gespräch mit einem Kunststoffverarbeiter hier in der Nähe stellt sich raus, dass eine Kapselung des Druckraumes sehr vorteilhaft ist. Eventuell lässt sich auch der Geruch des geschmolzenen Plastiks damit etwas mildern. Ziel soll zunächst mal sein, etwa 50-60°C im Druckraum zu halten.

Hier die ausgefeilte Konstruktionszeichnung. Präzision und sauberes Arbeiten ist alles! Ich will im unteren Teil die Elektronik unterbringen. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass die Abmessungen wohl kaum genau erreichbar sind, wenn ich Profile von 10x65cm und 6x50cm benutze. Macht aber nix. Skizze Druckkabine

Aluminiumprofile und dazu passende Nutensteine habe ich bei MISUMI bestellt. Es war übrigens auch als Privatmann kein Problem eine Registrierung für den Zugriff auf den Shop zu bekommen. Ich habe das bei meiner Registrierung auch gleich klargestellt. MISUMI Deutschland scheint da sehr freundlich zu sein. Der Telefonsupport ist es übrigens auch, wie ich schon feststellen durfte.

IMAG0002 IMAG0001

Ich werde zunächst mal nur die Front durchsichtig bauen. Dazu besorge ich mir noch Acrylglas. Die anderen Wände will ich zunächst aus vorhandenem Material (dünnes Holz) erstellen. Die beiden Böden für den unten liegenden Elektronikteil und oben für den Drucker werde ich aus festerem Holz bauen.

Nächster Schritt ist die Konstruktion von Winkelverbindern, die ich selbstverständlich drucken werde. Ich mache das mit FreeCAD.

Heated Bed – beheizte Druckfläche

Ein Bild vom beheizten Druckbett. Bei ABS heize ich beim ersten Layer auf 115°C und dann halte ich die Temperatur bei 110°C. Auf der roten Heizplatte liegt eine Spiegelfliese. Diese ist mit Kaptonband beklebt. Das Kaptonband wird vor jedem Druck mit Aceton abgewischt. Die Haftung ist sehr gut.Die Spiegelfliese muss mit Klammern befestigt sein, sonst rutscht sie bei Drucken weg. IMAG0005

 

 

Umstellung Kommentarfunktion

Zur Abgabe eines Kommentars ist es jetzt nicht mehr notwendig sich zu registrieren. Die Eingabe von Name und email wird erwartet und Kommentare werden einzeln freigegeben. In den nächsten Tagen wird noch ein Antispam-System installiert.

Ich hoffe, dass das die Hemmschwelle einen Kommentar zu schreiben senkt. Ich behalte mir natürlich vor, Kommentare nicht freizugeben oder irgendwann einmal zu löschen.

Edit: Antispam ist installiert.

Elektronik-Update

Meine Ramps-Platine (1.3) habe ich am Anfang ziemlich oft mit dem Lötkolben bearbeitet. Zum einen, weil ich sie selbst zusammengelötet habe und zum anderen, weil es einige Probleme gab.

Zudem hatte ich mir aus vorhandenen Bauteilen eine 4zeilige Displayeinheit mit SD-Card und Einstellmöglichkeiten gebaut. Die ganze Sache war aber ziemlich im Prototypenstatus. So gab es dann auch immer wieder gerne Probleme. Ich habe es dann deinstalliert. Dabei musste ich natürlich wieder auf dem Ramps löten.

In der Bucht habe ich gestern recht günstig ein Grafikdisplay mit SD-Card-Steckplatz entdeckt. Es lagert zwar in Fernost, aber das hat bisher immer problemlos geklappt. Bei der Gelegenheit habe ich mir dann auch noch ein neues Ramps 1.4 aus Großbritannien bestellt. In Summe hat der ganze Spass 33€ gekostet. Ich glaube, da kann man nicht meckern.

Sobald was eintrudelt gibt es Bilder ….

Der Extruder

Filastruder
(Bild vom Filastruder mit freundlicher Genehmigung Tim Elmore, Filastruder.com, 15.04.2014)

Da das fertige Filament doch sehr teuer ist und andererseits Kunststoffpellets günstig zu bekommen sind, habe ich mir einen Extruder, den Filastruder, angeschafft. Er erzeugt mir aus Pellets den 3mm-Kunststoffdraht für meine Drucke. Hier noch zwei Bilder meines Aufbaus:

20140404_15135820140404_151423
Es ist nur leider so, dass der Draht noch nicht fest ist, wenn er direkt aus der Düse kommt. Leichte Richtungsänderungen des Drahtes, die unweigerlich auftreten, wenn der Filamentdraht den Boden berührt, führen sofort zu Veränderungen der Dicke. Das ist nicht gut! Also brauchen wir eine Wickelmaschine. Was lag da näher als den Filawinder zu nehmen.

 

Filawinder

(Bild vom Filawinder mit freundlicher Genehmigung Tim Elmore, Filastruder.com, 15.04.2014)

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